Gleichberechtigung hört nicht bei Pflichten auf. Doch wenn in Deutschland über das neue Wehrdienstpaket gesprochen wird, wird die Realität mal wieder von alten Rollenbildern eingeholt. Der Staat kann Männer in den Dienst zwingen – und begründet das mit dem Gemeinwohl. Frauen hingegen dürfen entscheiden. Das ist nicht Gleichberechtigung, sondern ein historischer Sonderstatus, der unlogisch wirkt.
Der Vorwurf, Frauen auszunehmen, sei progressiv oder feministisch, ist eine Schonhaltung. Feminismus ist kein Wellnessprogramm, sondern bedeutet Verantwortung und den gleichen Anteil an gesellschaftlichen Lasten. Warum die Lösung nicht Wehrpflicht light, sondern ein verpflichtendes Jahr für alle (m/w) sein muss, das die Bundeswehr und die Gesellschaft stärkt.

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