Fangt an zu leben!

Fangt an zu leben!

Von Zeit zu Zeit entschließe ich mich ja dazu etwas Sport zu machen. Für´s Gewissen und so. Heute stand ich so auf meinem Balkon und stellte fest: es ist ein wunderbarer Herbsttag. Dafür, dass es Anfang November ist, fühlt es sich an wie Anfang Mai. Bonfortionös! Die Sonnenstrahlen bewirken etwas motivierendes in mir. Vielleicht haben sie mich auch verwirrt. Jedenfalls schmeiße ich mich also in meine schicken teuren Laufklamotten, ziehe meine nagelneuen noch teureren Nike-Air-ich-laufe-wie-auf-Wolken-Laufschuhe an und bin bereit.

Aber hallo! Sowas von bereit! Bereit Rekorde zu brechen, über mich selbst hinaus zu wachsen und zur sportlichen Legende zu werden. Also dann, los geht´s. Raus aus der Wohnungstür und mit flinken Schritten nehme ich gleich 3 Treppenstufen auf einmal auf dem Weg nach unten. Aber langsam. Erstmal dehnen. An der Haustüre. Aufwärmen ist schließlich das A und O. Jeder Profisportler weiß das.

Um jegliches Verletzungsrisiko auszuschließen dehne ich mich also ausführlich. Das kann dann auch schon mal einige Minuten in Anspruch nehmen. Ich stelle fest: irgendwie ist es sogar anstrengend. Womöglich reicht es ja für den Anfang und ich sollte mir nicht gleich zuviel zumuten und den Sport für heute beim Dehnen belassen. Oh verdammt, jetzt kommt auch noch die Nachbarin von gegenüber von der Arbeit nach Hause. Sieht aus als gibt es kein zurück mehr. Ich werde laufen – müssen.

Ich erspare euch an dieser Stelle die jämmerlichen Details darüber, wie ich mich 5 Kilometer durch den Leipziger Volkspark geschleppt habe. Jedenfalls saß ich wohl doppelt so lange als bei meinen Dehnübungen an der Haustüre bis ich wieder ausreichend Luft bekam um die Treppen zur Wohnung zu erklimmen. Dafür habe ich im Park etwas entdeckt. Einen alten Baum auf den in großen Lettern „Fang an zu leben“ gesprüht war.

Das ist doch mal ne Message! Das motiviert sofort und ich beschließe umgehend damit anzufangen. Und so genieße ich nun bei Pizza und Wein die letzten Sonnenstrahlen an diesem großartigen Novembertag.

Freunde, fangt an zu leben! Jetzt.

PS: Danke an Lieferdienst! Ich hätte keine Meter mehr gehen können.

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